Tschüss Bodenhaftung, hallo Himmel! So feiert ihr Christi Himmelfahrt mit der Familie
Was feiern wir da eigentlich? (Kindgerecht erklärt)
Wenn man es Kindern erklärt, kann man sagen: Der Himmel ist kein Ort weit weg zwischen den Wolken. Er ist eher ein Bild für etwas, das wir fühlen können: Geborgenheit, Frieden und Liebe.
Die christliche Vorstellung sagt: Jesus ist zu Gott zurückgekehrt aber er bleibt trotzdem bei den Menschen. Nur eben nicht sichtbar, sondern auf eine neue Weise. Oder anders gesagt: Nicht „weg“, sondern überall gleichzeitig da.
Ein schönes Bild dafür ist der Regenbogen, er verbindet Himmel und Erde, ohne dass man genau sagen kann, wo er beginnt oder endet.
Die Bittage: Wenn das Gebet wandern geht
Vor Christi Himmelfahrt liegen die sogenannten Bittage.
Früher sind Menschen dafür durch Felder und Dörfer gezogen und haben um Schutz, gutes Wetter und eine gute Ernte gebetet. Heute haben diese Tage eine neue Bedeutung bekommen. Es geht weniger ums „Bitten aus Angst“, sondern eher um:
- Dankbarkeit
- Natur bewusst wahrnehmen
- Verantwortung für unsere Umwelt
Traditionen, die heute noch Spaß machen:
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Der Flurumgang (Modern: Die Natur-Entdecker-Tour): Früher zog man mit Kreuzen und Fahnen durch die Felder. Machen wir es heute so: Geht mit den Kindern raus. Sucht euch einen „Kraftort“ im Wald oder am Feldrand. Bleibt kurz stehen und überlegt: Was wächst hier gerade? Was davon landet auf unserem Teller? Ein kurzes „Danke für die Erdbeeren/den Weizen/die Blumen“ ist das modernste Bittgebet der Welt.
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„Segen to go“: In vielen Pfarreien gibt es noch Bittprozessionen. Das gemeinsame Gehen in der Gruppe entschleunigt ungemein. Es ist wie ein gemeinsamer Spaziergang mit Tiefgang.
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Wünsche pflanzen: Eine schöne Tradition für zu Hause: Schreibt Wünsche oder Bitten für die Natur oder Freunde auf kleine Zettel und pflanzt sie zusammen mit Blumensamen in einen Topf. Wenn die Blumen wachsen, werden eure guten Gedanken sichtbar.
Mehr frische Ideen für eure Familien-Tradition
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Die „Himmels-Fragerunde“: Schnappt euch eine Picknickdecke, legt euch in den Garten oder Park und schaut in die Wolken. Fragt eure Kinder: „Wie stellt ihr euch den Himmel vor?“ – die Antworten sind oft magisch, lustig und tiefgründig zugleich. Malt die Visionen danach gemeinsam auf!
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Action mit Bausteinen: Holt Lego oder Playmobil raus! Die Apostelgeschichte (Apg 1,3-14) lässt sich super nachspielen. Wer baut den höchsten Berg? Wer die staunenden Freunde von Jesus? So wird Glaube anfassbar.
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Raus in die Natur: Himmelfahrt ist der perfekte Tag für einen Familienausflug. Achtet mal bewusst auf die Details: Das frische Grün, das Summen der Bienen – das ist ein Stück „Himmel auf Erden“.