Wir sind noch mitten in der Osterzeit, die bis Pfingsten dauert! 50 Tage lang steht die Freude über die Auferstehung Jesu besonders im Mittelpunkt. Folgende Begebenheit, die sich in der Osternacht ereignet hat, spannt den Bogen bis zum Pfingstfest, bei dem die Kirche die Aussendung des Heiligen Geistes feiert. Denn das Symbol des Heiligen Geistes ist die Taube, die hier eine zentrale Rolle spielt.
Eine besondere Taube
Meine Frau und ich machten uns in der Karwoche auf den Weg nach Italien. Wir fuhren mit einem geliehenen Wohnmobil in die Toskana. Am Karfreitag durchquerten wir ein Dorf namens Cascia nahe Florenz. Die romanische Kirche in der Mitte des Dorfes faszinierte uns vom ersten Augenblick an. Wir beschlossen, hier die Osternacht mitzufeiern.
Es fing so an wie überall auf der ganzen Welt, wo Christinnen und Christen die Auferstehung feiern: Draußen war es ganz dunkel. Das Osterfeuer wurde angezündet, und der Pfarrer kam mit einer dicken, „italienisch-kitschigen“ Kerze, der Osterkerze, zum Feuer. Er entzündete die Kerze am Osterfeuer und ging würdigen Schrittes durch die finstere Kirche. Manchmal schimpfte er leise mit den Ministranten, die sich nicht einig waren, welches Schritttempo sie einschlagen sollten. Immer wieder blieb er stehen und sagte: „Christo, la luce – Christus, das Licht.“
Er gab das Feuer an andere Kerzenbesitzer:innen weiter, und nach und nach dehnte sich ein warmer Lichtschein über die ganze Kirche aus.
Die Messfeier begann. Nach dem Evangelium passierte etwas Eigenartiges. Wir hatten bereits beim Betreten der Kirche ein Stahlseil bemerkt, das mitten durch die Kirche auf den Marktplatz hinaus gespannt war. Der Pfarrer zündete eine Kerze an, die an einem langen Stock befestigt war. Er ging in den Altarraum und streckte den Kerzenstab in die Luft. Erst jetzt konnten wir erkennen, dass am Seil ein Klumpen befestigt war.
Er hielt die Kerze darunter, plötzlich gab es einen Krach, Funken sprühten. Das Gebilde, das nichts anderes als eine Raketentaube war, zischte an unseren Köpfen vorbei auf den Marktplatz hinaus. Unsere Verblüffung war noch nicht abgeklungen, da kam die „Taube“ schon wieder hereingedüst. Mit einem Knall blieb sie an einem Knoten über dem Altar stehen. Die Menschen in der Kirche begannen zu klatschen, und der Pfarrer schaute mit stolzem Lächeln auf seine Gemeinde nieder.
Dem Noah verkündete nach der alles zerstörenden Sintflut eine Taube, dass auf der Erde wieder Leben möglich sei. In Cascia verkündete uns die Raketentaube, dass auf den Tod die Auferstehung folgt. Die Taube ist auch Symbol des Heiligen Geistes, und wo dieser weht, dort sprühen eben die Funken.
Diese Wochen haben Veränderungspotential!
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Gutes Leben – Fastenzeit mit 6 fastenzeitlichen Themenschwerpunkten, einer "Gute-Taten-Challenge" und Feierelementen für die Festtage.
Gutes Leben – Geborgenheit und Licht mit adventlichen Aktivitäten, die vier besondere Sterne zum Leuchten gebracht haben.
Gutes Leben – 8 Schritte zur Entlastung mit acht sehr konkreten Schritten, die nicht nur in belastenden Situationen den Alltag erleichtern.