Hitzeschutz ist Kinderschutz
Wien, 24. Juni 2026: Während die Verantwortung für überhitzte Schulgebäude zwischen Bund, Ländern und Schulerhaltern hin- und hergeschoben wird, leiden Kinder und Schulpersonal unter den Folgen zunehmender Hitzeperioden. Der Katholische Familienverband Wien fordert daher rasche und nachhaltige Maßnahmen, um Schulen klimafit zu machen.
„Der aktuelle Hitze-Aktionsplan der Wiener Bildungsdirektion ist für den Schutz der Gesundheit von Schülerinnen und Schülern wichtig und notwendig. Er kann jedoch nur eine kurzfristige Reaktion sein. Was fehlt, sind mittel- und langfristige Konzepte, wie Schulen künftig mit immer häufigeren und intensiveren Hitzewellen umgehen sollen“, betont Christopher Erben, stellvertretender Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes Wien.
„Dass Klassenräume bereits vor Schulbeginn unerträglich heiß werden können, ist kein neues Phänomen. Angesichts steigender Temperaturen wird sich die Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Deshalb appellieren wir an Schulerhalter, Bildungsdirektionen und das Bildungsministerium, endlich gemeinsam konkrete Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen“, so Erben.
Dazu zählen etwa bauliche Anpassungen wie Beschattungssysteme, Begrünungsmaßnahmen oder eine bessere Kühlung von Schulgebäuden. „Hitzeschutz ist Kinderschutz. Kinder haben ein Recht auf eine Lernumgebung, die ihre Gesundheit nicht gefährdet“, unterstreicht Erben.
„Wir können uns nicht länger darauf verlassen, dass Hitzewellen erst nach der Zeugnisvergabe beginnen und rechtzeitig zum Schulstart enden. Die Realität zeigt längst ein anderes Bild. Jetzt braucht es vorausschauende Planung statt kurzfristiger Notmaßnahmen“, fasst Erben zusammen.
Für Rückfragen:
Katholischer Familienverband der Erzdiözese Wien
Mag. Antonia Indrak-Rabl
Tel: 0664 824 3624
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