Der Katholischer Familienverband begrüßt die Einführung des Chancenbonus
„Immer noch hängt es stark von der sozialen Herkunft ab, welche Ausbildung Kinder und Jugendliche erhalten. Ich bin überzeugt, dass der Chancenbonus ein geeignetes Mittel ist, um im Bedarfsfall korrigierend einzugreifen.“ Mit dem Chancenbonus werden Schulen, deren Schüler/innen nicht Deutsch als Alltagssprache haben und besonders häufig aus einkommensschwachen Familien stammen, mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet. Landesweit sind dafür 65 Millionen Euro für 800 zusätzliche Planstellen vorgesehen, wobei die Schulen autonom zwischen Lehrer/innen, Schulpsycholog/innen, Schulsozialarbeiter/innen und Sozialpädagog/innen auswählen können.
„Wir haben genau diese chancengerechte Zuteilung von Ressourcen in unserem Forderungsprogramm „Familienpolitik konkret“ gefordert und begrüßen daher die Einführung“, sagt Andrea Kahl. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: die für 2027 zusätzlich notwendigen finanziellen Mitteln stehen im Regierungsprogramm unter Budgetvorbehalt. „Der Erfolg stellt sich nicht innerhalb eines Jahres ein. Um in absehbarer Zeit eine Bildungsmobilität zwischen den Generationen zu erreichen, muss der Chancenbonus langfristig gewährt werden und die Finanzierung dauerhaft gesichert sein“, so Kahl, die sich darüber hinaus eine wissenschaftliche Begleitung und die Evaluierung des Chancenbonus wünscht.

